Sozialpolitische Erhebungen Sozialpolitische Erhebungen und Berichte wie "So geht´s und heute: die sozialen Krisenfolgen", Einkommens- und Lebensbedingungen (EU-SILC), Statistik über die Sozialausgaben in Österreich (ESSOSS) sowie European Service (ESS) finden sie auf den folgenden Seiten.
Statistik Austria führt, im Auftrag des Sozialministeriums, seit Ende 2021 die quartalsmäßige Erhebung „So geht’s uns heute“ durch. Ziel der Befragung ist es, zeitnahe und aussagekräftige Informationen über Veränderungen der sozialen Lage in unsicheren und herausfordernden Zeiten zu gewinnen. In jedem Bericht werden in einem Schwerpunkt-Kapitel aktuelle sozialpolitische Themen wie z.B. Inflation, Energiepreise, Wohnkosten, Arbeitslosigkeit, Lebensbedingungen, Wohlbefinden und Gesundheit analysiert. Weitere Informationen stehen auf der Homepage der Statistik Austria zur Verfügung
4. Quartal 2024
Im vierten Quartal 2024 wurde die 13. Welle der Befragung "So geht's uns heute" (PDF, 2 MB) von Statistik Austria durchgeführt. 21% der Befragten 18 bis 74 Jährigen gaben dabei an, in den vergangenen 12 Monaten Einkommensverluste erlitten zu haben. Für 41% hat sich die Einkommenssituation verbessert. Zum bereits vierten Mal seit Beginn der „So geht’s uns heute“-Befragung im 4. Quartal 2021 hat sich die Einkommenssituation für mehr Personen verbessert als verschlechtert. Es können allerdings nicht alle Personengruppen von dieser Entwicklung profitieren. Insbesondere für vulnerable Personen kam es nach positiven Entwicklungen in den letzten Quartalen erstmals wieder zu Verschärfung der sozialen Lage. Ein Schwerpunkt-Kapitel analysiert diesmal die Generationengerechtigkeit. Es zeigt sich, dass insbesondere jüngere Personen im Vergleich zu ihrer Elterngeneration mit geringeren Chancen auf leistbaren Wohnraum und finanzielle Sicherheit im Pensionsalter rechnen.
Weitere Ergebnisse der 13. Welle von „So geht’s uns heute“ vom 4. Quartal 2024 können im aktuellen Tabellenband abgerufen werden.
3. Quartal 2024
Im dritten Quartal 2024 wurde die zwölfte Welle der Befragung „So geht´s uns heute“ (PDF, 2 MB) von Statistik Austria durchgeführt. 21% der Befragten 18 bis 74 Jährigen gaben dabei an, in den vergangenen 12 Monaten Einkommensverluste erlitten zu haben. Für 43% hat sich die Einkommenssituation verbessert. Zum bereits dritten Mal seit Beginn der „So geht’s uns heute“-Befragung im 4. Quartal 2021 hat sich die Einkommenssituation für mehr Personen verbessert als verschlechtert. Der positive Trend hält an. Ein Schwerpunkt-Kapitel analysiert diesmal die Unterschiede zwischen Haushaltskonstellationen. Die Analysen zeigen, dass Haushalte mit Kindern unter 10 Jahren deutlich größeren finanziellen Risiken und sozialen Gefährdungen ausgesetzt sind als Haushalte ohne Kinder.
Weitere Ergebnisse der elften Welle von „So geht’s uns heute“ vom 3. Quartal 2024 können im aktuellen Tabellenband abgerufen werden.
2. Quartal 2024
Im zweiten Quartal 2024 wurde die elfte Welle der Befragung „So geht´s uns heute (PDF, 2 MB)“ von Statistik Austria durchgeführt. 22% der Befragten 18 bis 74 Jährigen gaben dabei an, in den vergangenen 12 Monaten Einkommensverluste erlitten zu haben. Für 45% hat sich die Einkommenssituation verbessert. Zum zweiten Mal seit Beginn der „So geht’s uns heute“-Befragung im 4. Quartal 2021 hat sich die Einkommenssituation für mehr Personen verbessert als verschlechtert. Ein Schwerpunkt-Kapitel analysiert diesmal die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit. Es zeigt sich, ein deutlicher Einfluss von Arbeitslosigkeit auf die finanzielle Situation und die Lebenszufriedenheit.
Weitere Ergebnisse der elften Welle von „So geht’s uns heute“ vom 2. Quartal 2024 können im aktuellen Tabellenband abgerufen werden.
1. Quartal 2024
Im ersten Quartal 2024 wurde die zehnte Welle der Befragung „So geht´s uns heute (PDF, 2 MB)“ von Statistik Austria durchgeführt. 21% der Befragten 18 bis 74 Jährigen gaben dabei an, in den vergangenen 12 Monaten Einkommensverluste erlitten zu haben. Für 49% hat sich die Einkommenssituation verbessert. Erstmals seit Beginn der „So geht’s uns heute“-Befragung im 4. Quartal 2021 hat sich die Einkommenssituation für mehr Personen verbessert als verschlechtert. Ein Schwerpunkt-Kapitel analysiert diesmal die geschlechtsspezifischen Unterschiede. Es zeigt sich, dass Frauen größeren finanziellen Risiken und sozialen Gefährdungslagen ausgesetzt sind.
Weitere Ergebnisse der zehnten Welle von „So geht’s uns heute“ vom 1. Quartal 2024 können im aktuellen Tabellenband abgerufen werden.
Die Quartalsberichte 2021-2023 finden sie in folgender Zusammenfassung (PDF, 106 KB).
Die Erhebung EU-SILC ist die zentrale Quelle für die Analyse der Armuts- und Ausgrenzungsgefährdung und der Lebensbedingungen in Österreich. Die Europäischen Gemeinschaftsstatistiken zu Einkommen und Lebensbedingungen (European Union Statistics on Income and Living Conditions) werden in Österreich seit 2003 jährlich von Statistik Austria im Auftrag des Sozialministeriums erhoben. Die rechtliche Basis sind EU-Verordnungen und die nationale Einkommens- und Lebensbedingungen-Statistikverordnung. Damit werden europaweite Standards und Qualitätskriterien sichergestellt und eine internationale Vergleichbarkeit ermöglicht.
Alle Ergebnisse zu EU-SILC 2023 können im aktuellen Tabellenband abgerufen werden. Mehr Information finden Sie auf der Website der Statistik Austria.
Wie viel für Sozialleistungen ausgegeben wird, ist ein wichtiger Maßstab für die Wirksamkeit des Sozialstaats, der sich in den Zahlen zu Armut und sozialer Ausgrenzung widerspiegelt. Zudem fungieren Statistiken zu Sozialausgaben als fundierte Grundlage für die Planung der künftigen Finanzierung des Sozialsystems.
Deshalb werden jährlich alle Ausgaben detailliert statistisch erfasst. Seit 1996 werden die Sozialausgaben in der Europäischen Union mittels einer einheitlichen Methode erhoben, dem Europäischen System der Integrierten Sozialschutzstatistik (ESSOSS). Ab 1980 liegen Daten vor.
Das ESSOSS-Kernsystem besteht aus einem Datensatz, der jährlich von Statistik Austria erhoben wird. Dieser gibt Auskunft über sämtliche Finanzierungsquellen und Ausgaben des Sozialschutzes.
Sozialausgaben aktuell und im jährlichen Vergleich
Aktuelle Daten
- Sozialschutz 1990-2023: Ergebnisse für Österreich und die EU (PDF, 4 MB)
- Sozialausgaben und ihre Finanzierung gemäß Europäischem System der Integrierten Sozialschutzstatistik (ESSOSS) (PDF, 4 MB)
- Bericht zu den Pensionsbeziehenden (PDF, 1 MB)
- Bericht zu den Leistungsbeziehenden (PDF, 1 MB)
- sämtliche Sozialausgaben als xls-Dateien finden Sie auf der Website der Statistik Austria
Die Sozialausgaben können abgerufen werden:
- nach 30 Sozialschutzschemen: Um Ausgaben bei Sozialleistungen vergleichbar zu machen, hat jeder EU-Mitgliedstaat eine Liste von Sozialschutzschemen erstellt. Alle Sozialleistungen werden einem Schema zugeordnet. In Österreich gibt es 30 Sozialschutzschemen, zum Beispiel Gesetzliche Pensionsversorgung, Gesetzliche Krankenversicherung, Familienlastenausgleichsfonds oder Sozialleistungen der Länder und weitere.
- nach acht Risiken/Funktionen: Alle Leistungen der Sozialschutzschemen werden acht, auf EU-Ebene standardisierten, Funktionen zugeordnet, um eine Vergleichbarkeit der Sozialleistungen unter den Mitgliedsstaaten zu ermöglichen. Diese bilden die Risiken in den Bereichen Krankheit/Gesundheitsversorgung, Invalidität/Gebrechen, Alter, Hinterbliebene, Familie/Kinder, Arbeitslosigkeit, Wohnen und soziale Ausgrenzung ab.
- nach Leistungsbeziehenden: Zu den Ausgaben des Sozialsystems zählen Sozialleistungen (Geld- und Sachleistungen), umgeleitete Sozialbeiträge (zum Beispiel Überweisungen der Pensionsbeiträge für Kinderbetreuungsgeldbeziehende aus dem Familienlastenausgleichsfonds an die Pensionsversicherung), Übertragungen an andere Systeme (darunter fällt z.B. die Übertragung von Mitteln, um das Defizit in einem anderen System zu verringern), Verwaltungskosten und sonstige Ausgaben.
Finanzierung des Sozialsystems
Das Sozialsystem wird finanziert durch die Sozialbeiträge der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber; die Sozialbeiträge der geschützten Personen (Arbeitnehmerinnen, Arbeiternehmer, Pensionsbeziehende und Selbstständige); umgeleitete Sozialbeiträge, Übertragungen von anderen Systemen, staatliche Zuweisungen, also zweckgebundene oder allgemeine (Steuer-)Mittel des Staates zur Finanzierung des Sozialschutzes und sonstige Einnahmen.
Nettosozialschutzleistungen
Teilweise sind für Sozialleistungen in Österreich (zum Beispiel Pensionen) Lohnsteuer beziehungsweise Sozialbeiträge (zum Beispiel Krankenversicherung) zu entrichten. Diese Beiträge werden von den Sozialausgaben abgezogen und ergeben damit die Nettosozialausgaben. Einen Bericht zu den Nettosozialschutzleistungen mit den aktuellen Ergebnistabellen finden Sie hier (PDF, 1 MB).
Eigenbeiträge der Leistungsbeziehenden
- Eigenbeiträge der Leistungsbeziehenden sind diverse Selbstbehalte, die im Zusammenhang von Sozialleistungen zu bezahlen sind. Diese Beträge der Leistungsbeziehenden werden in ESSOSS getrennt erfasst und gelten nicht als Ausgaben des Sozialsystems. Bericht zu den Leistungsbeziehenden (PDF, 1 MB)
Alle ESSOSS-Tabellen finden Sie auf der Website der Website der Statistik Austria; die Sozialausgaben im internationalen Vergleich auf der Website von Eurostat (Bereich Social Protection)
Seit 2002 erfasst und misst der European Social Survey (ESS) Einstellungen und Verhaltensmuster der europäischen Bevölkerung in mehr als 30 Ländern. Die Daten sind europaweit vergleichbar und für die wissenschaftliche Community frei zugänglich. Mit der Möglichkeit nationaler Zusatzfragen über sozialpolitische Themen und Einstellungen in der jeweiligen Welle steht dem Sozialministerium, das gemeinsam mit dem Wissenschaftsministerium den ESS fördert, ein interessantes Erhebungsinstrument zur Verfügung.
Für Österreich wird der ESS vom Institut für Höhere Studien (IHS) koordiniert. European Social Survey (ESS) Österreich
Im ESS Dashboard, essdashboard.ihs.ac.at , werden die Ergebnisse der Wellen 9 und 10 in Österreich dargestellt.
Die aktuelle Welle ESS 11: Ergebnisse siehe Dashboard bereits einsehbar, der Bericht erscheint im 2. Quartal 2025